Kurze Definition

Peer-Arbeit bedeutet, dass Menschen mit Erfahrung in psychischer Erschütterung und Genesung ihr reflektiertes, persönliches Erleben zur Unterstützung von Betroffenen einsetzen und somit als „Expertinnen und Experten aus Erfahrung“ tätig werden. Die Aufgaben und Rollen der qualifizierten Peers sind vielfältig: Mitarbeit in psychosozialen und psychiatrischen Diensten, in der Peer-Beratung, als DozentInnen, in der Antistigmaarbeit oder als BetroffenenvertreterInnen in der Forschung, in Arbeitsgruppen und in Gremien.

 

Peer-Arbeit in der Schweiz heute 

In der Psychiatrie beginnt etwas zu keimen, was Hoffnung macht: Recovery-Orientierung und Peer-Arbeit. Auch in der Schweiz ist dadurch Bewegung in die psychiatrische Versorgung gekommen. Expertinnen und Experten aus Erfahrung (Peers) bringen Erfahrungswissen ein, verschaffen sich Gehör und zeigen neue Wege auf, um Betroffene auf ihrem Genesungsweg zu unterstützen und zu begleiten. Peers können Betroffenen Mut und Hoffnung vermitteln, dass Gesundung auch für Menschen mit einer schweren psychischen Erkrankung möglich ist. Die Peer-Arbeit wird in der Schweiz schrittweise in die Behandlung einbezogen und zunehmend anerkannt. Erfahrungswissen verändert die psychiatrische Versorgung ins Positive. Darin sind sich heute viele einig.